Die Grundsätze wurden von der XX. Internationalen Rotkreuzkonferenz 1965 in Wien proklamiert. Der  vorliegende angepasste Text ist in den Statuten der Internationalen  Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung enthalten, die von der XXV.  Internationalen Rotkreuzkonferenz 1986 in Genf angenommen wurden.

Neutralität

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Um sich das Vertrauen aller zu bewahren, enthält sich die Rotkreuz- und  Rothalbmondbewegung der Teilnahme an Feindseligkeiten wie auch, zu jeder Zeit, an politischen, rassischen, religiösen oder ideologischen  Auseinandersetzungen.

Foto: Howard Davis / IFRC

 

Unabhängigkeit

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Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist unabhängig. Wenn auch die  Nationalen Gesellschaften den Behörden bei ihrer humanitären Tätigkeit  als Hilfsgesellschaften zur Seite stehen und den jeweiligen  Landesgesetzen unterworfen sind, müssen sie dennoch eine  Eigenständigkeit bewahren, die ihnen gestattet, jederzeit nach den  Grundsätzen der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zu handeln.

Foto: Howard Davis / IFRC

 

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Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung verkörpert freiwillige und uneigennützige Hilfe ohne jedes Gewinnstreben.

Foto: T. Mayer / IKRK-Archiv

 

Freiwilligkeit

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In jedem Land kann es nur eine einzige Nationale Rotkreuz- und  Rothalbmondgesellschaft geben. Sie muss allen offen stehen und ihre  humanitäre Tätigkeit im ganzen Gebiet ausüben.

Foto: T. Mayer / DRK-Archiv

 

Einheit

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Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist weltumfassend. In ihr haben  alle Nationalen Gesellschaften gleiche Rechte und die Pflicht, einander  zu helfen.

Foto: W. Torres / IKRK-Archiv

 

Universalität

Menschlichkeit

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Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, entstanden aus dem Willen, den Verwundeten der Schlachtfelder unterschiedslos Hilfe zu  leisten, bemüht sich in ihrer internationalen und nationalen Tätigkeit,  menschliches Leiden überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern.  Sie ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des  Menschen Achtung zu verschaffen. Sie fördert gegenseitiges Verständnis,  Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen  Völkern.

Foto: S. Trappe / DRK

 

Unparteilichkeit

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Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterscheidet nicht nach  Nationalität, Rasse, Religion, sozialer Stellung oder politischer  Überzeugung. Sie ist einzig bemüht, den Menschen nach dem Maß ihrer Not  zu helfen und dabei den dringendsten Fällen den Vorrang zu geben.

Foto: IKRK-Archiv - Gemälde von Carlo Bossoli

Leitsatz und Leitbild des Deutschen Roten Kreuzes

Der Leitsatz

Wir vom Roten Kreuz sind Teil einer weltweiten  Gemeinschaft von Menschen in der internationalen Rotkreuz und  Rothalbmondbewegung, die Opfern von Konflikten und Katastrophen sowie  anderen hilfsbedürftigen Menschen unterschiedslos Hilfe gewährt, allein  nach dem Maß ihrer Not.  Im Zeichen der Menschlichkeit setzen wir uns  für das Leben, die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das  friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein.

Die Leitlinien

Der hilfebedürftige Mensch

Wir schützen und helfen dort, wo menschliches Leiden zu verhüten und zu lindern ist.

Die unparteiliche Hilfeleistung

Alle Hilfebedürftigen haben den gleichen Anspruch auf Hilfe, ohne  Ansehen der Nationalität, der Rasse, der Religion, des Geschlechts, der  sozialen Stellung oder der politischen Überzeugung. Wir setzen die  verfügbaren Mittel allein nach dem Maß der Not und der Dringlichkeit der Hilfe ein. Unsere freiwillige Hilfeleistung soll die Selbsthilfekräfte der Hilfebedürftigen wiederherstellen.

 

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Neutral im Zeichen der Menschlichkeit

Wir sehen uns ausschließlich als Helfer und Anwälte der  Hilfebedürftigen und enthalten uns zu jeder Zeit der Teilnahme an  politischen, rassischen oder religiösen Auseinandersetzungen. Wir sind  jedoch nicht bereit, Unmenschlichkeit hinzunehmen und erheben deshalb,  wo geboten, unsere Stimme gegen ihre Ursachen.

Die Menschen im Roten Kreuz

Wir können unseren Auftrag nur erfüllen, wenn wir Menschen,  insbesondere als unentgeltlich tätige Freiwillige, für unsere Aufgaben  gewinnen. Von ihnen wird unsere Arbeit getragen, nämlich von  engagierten, fachlich und menschlich qualifizierten, ehrenamtlichen,  aber auch von gleichermaßen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern, deren Verhältnis untereinander von Gleichwertigkeit und  gegenseitigem Vertrauen gekennzeichnet ist.

Unsere Leistungen

Wir bieten alle Leistungen an, die zur Erfüllung unseres Auftrages  erforderlich sind. Sie sollen im Umfang und Qualität höchsten  Anforderungen genügen. Wir können Aufgaben nur dann übernehmen, wenn  fachliches Können und finanzielle Mittel ausreichend vorhanden sind.

Unsere Stärken

Wir sind die Nationale Rotkreuzgesellschaft der Bundesrepublik  Deutschland. Wir treten unter einer weltweit wirksamen gemeinsamen Idee  mit einheitlichem Erscheinungsbild und in gleicher Struktur auf. Die  föderalistische Struktur unseres Verbandes ermöglicht Beweglichkeit und  schnelles koordiniertes Handeln. Doch nur die Bündelung unserer  Erfahrungen und die gemeinsame Nutzung unserer personellen und  materiellen Mittel sichern unsere Leistungsstärke.

Das Verhältnis zu anderen

Zur Erfüllung unserer Aufgaben kooperieren wir mit allen  Institutionen und Organisationen aus Staat und Gesellschaft, die uns in  Erfüllung der selbstgesteckten Ziele und Aufgaben behilflich oder  nützlich sein können und/oder vergleichbare Zielsetzungen haben. Wir  bewahren dabei unsere Unabhängigkeit. Wir stellen uns dem Wettbewerb mit anderen, indem wir die Qualität unserer Hilfeleistung, aber auch ihre  Wirtschaftlichkeit verbessern.